Besessen
Ich fuer meinen Teil lasse meine Tuere jede Nacht einen Spalt offen, du koenntest ja in mein Zimmer geschlichen kommen, ich hoere schon das Tapsen deiner Fuesse, ich hoere schon dein Fluestern, ich spuere schon deinen Atem. Du koenntest dich neben mich legen, deinen Arm um meine Schulter, meinen Kopf auf der deinen, mich festhalten. Diesen Zustand koenntest du als den natuerlichsten der Welt nehmen, als sei es nie anders gewesen, und ihn auf ewig weilen lassen, als werde es nie anders werden. Jeden Morgen wache ich auf, finde mich wieder, alleine im Nebel, der weder Tag noch Nacht zuzuordnen ist, vom Schmerz, von der Sehnsucht gekruemmt, du kamst nicht, mal wieder nicht. Und jede Nacht oeffne ich die Tuer von Neuem.
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